Krisen-Fest --- Mayday 2009

Donnerstag, 30. April 2009
Auftakt und Demonstrationsparade
ab 16 Uhr am Altstädter Markt/ Goldschmiedehaus

Krisen-Fest
ab 18 Uhr am Marktplatz mit Musik und mehr

1. Mai 2009 - Kundgebung

um 10 Uhr am Gewerkschaftshaus in Hanau, danach Demonstration und anschließendes Fest am Olof Palme Haus in Kesselstadt
http://www.region-suedosthessen.dgb.de

Sozialforum Hanau

Das Hanauer Sozialforum trifft sich alle drei Monate.
Das nächste Treffen findet am Dienstag, 9.6.2009 um 19:30 Uhr im DGB-Jugendheim statt.
http://www.sf-hanau.linksnavigator.de/

Aufruf zum 2. Hanauer Euromayday - am 30. April 2008

mayday_hanau_033.jpgZum zweiten Mal wird in diesem Jahr am Vortag zur 1.-Mai-Kundgebung der Gewerkschaften der Euromayday in Hanau stattfinden. Wir laden ein zu einer bunten, lauten Mayday-Protestparade durch die Innenstadt mit anschließendem Straßenfest auf dem Marktplatz.

Ab 16 Uhr Kundgebung am Hauptbahnhof, anschließend Demonstrationsparade in Richtung Innenstadt, ab 17.30 Uhr Straßenfest auf dem Marktplatz

Uns reicht's - nicht!
Für soziale Rechte, hier und weltweit!

mayday_hanau_033.jpg

Zum zweiten Mal wird in diesem Jahr am Vortag zur 1.-Mai-Kundgebung der Gewerkschaften der Euromayday in Hanau stattfinden. Wir laden ein zu einer bunten, lauten Mayday-Protestparade durch die Innenstadt mit anschließendem Straßenfest auf dem Marktplatz.

Wir rücken vorrangig Menschen und deren Anliegen in den Mittelpunkt, die in dieser Gesellschaft häufig an den Rand gedrängt und ausgegrenzt werden:
- Erwerbslose, die sich Hartz IV und 1-€-Jobs nicht gefallen lassen;
- Flüchtlinge und MigrantInnen, die sich gegen ihre Abschiebung und Entrechtung wehren und die besonders die im zurückliegenden hessischen Wahlkampf verbreiteten Diffamierungen zurückweisen;
- SchülerInnen und Studierende, die gegen Studiengebühren und ungleiche Bildungschancen protestieren und Verbesserungen beim BaFöG fordern, sowie Auszubildende, die für höhere Auszubildendenvergütungen, bessere Ausbildungsbedingungen und Übernah¬me nach der Ausbildung eintreten;
- Lohnarbeitende, die gegen Arbeitshetze, Arbeitszeitverlängerung, Niedriglöhne und Betriebsschließungen kämpfen;
- ZeitarbeiterInnen, die gleiche Löhne und Arbeitsbedingungen für alle im Betrieb fordern und sich in derzeit schweren Tarifauseinandersetzungen (Öffentlicher Dienst, Einzelhandel u. a.) nicht als LohndrückerInnen und unfreiwillige StreikbrecherInnen missbrauchen lassen wollen;
- AktivistInnen gegen den Klimawandel, die u. a. den Ausbau des Kraftwerks Staudinger nicht hinnehmen wollen, weil Produktionsweise, Energieerzeugung und Konsum der Belastbarkeit des Planeten angepasst werden müssen.

Es ist notwendig, dass diese von der herrschenden Politik unterdrückten und leider auch im betrieblich-gewerkschaftlichen Geschehen an den Rand gedrängten Interessen ihren eigenen Ausdruck finden. Wir beziehen uns auf den 1. Mai als den Tag, an dem die Arbeiterschaft ihre sozialen Interessen im traditionellen Rahmen formuliert. Auch von den oben genannten Gruppen sind viele gewerkschaftlich organisiert. Wir unterstützen inner- und außerhalb der Gewerkschaften Forderungen nach einem gesetzlich garantierten, branchenübergreifenden, existenzsichernden Mindestlohn, Verkürzung der Arbeitszeit und Erhöhung des Arbeitslosengeldes II, der Sozialhilfe und der Leistung für AsylbewerberIn¬nen.

Dies liegt im Interesse aller Lohnabhängigen, ob sie in Arbeit stehen oder nicht, ob sie von ihrer Erwerbsarbeit leben können oder zusätzliche Hilfe benötigen. Nur gegenseitig können wir uns stützen und unsere Lebensbedingungen verbessern.

Unsere Gegner sind diejenigen, die von Lohnarbeit und deren Verbilligung profitieren. Es sind die Unternehmer, die unsere Arbeitskraft nach Bedarf ausbeuten oder uns entlassen, und es sind die Reichen, die den öffentlichen Haushalten und Sozialversicherungen das Geld entziehen, das wir für die öffentliche Daseinsvorsorge brauchen. Und es ist die Politik, die diese elitären Interessen durch Gesetze und Verwaltung organisiert.

Schwerpunkte werden sein:

- Die soziale Ausgrenzung von Erwerbslosen durch die Hartz-Gesetze und deren Umsetzung, von Beschäftigten in Leiharbeits- und anderen Niedriglohnverhältnissen und von Kindern durch wachsende Kinderarmut;
- die verschlechterte Situation von Jugendlichen sowohl in Schule, Ausbildung und Studium als auch die rassistische Kampagne gegen junge Menschen mit Migrationshintergrund, die im hessischen Wahlkampf versucht wurde;
- den drohenden Klimawandel nicht nur als Ausdruck der sich zuspitzenden ökologischen Krise, sondern auch als Resultat einer profitorientierten Energiepolitik.

Wir wollen damit auch den vor Ort arbeitenden Initiativen und Organisationen den Rücken stärken und ein Signal für bessere Zusammenarbeit und gegenseitige Kontakte setzen.